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Französisches System

B. Nach diesem System hat die SNCF auch ihre baureihen bezeichnet, z.Das französische Achsformel-System ist ähnlich wie das englisch-amerikanische (Whyte), zählt jedoch die Achsen anstatt der Räder und verwendet keine Trennstriche. Eine 2'D1'-lokomotive wäre nach dem französischen System eine „241“. 221 A oder 240 P.



VDEV/VMEV/UIC-System

Anmerkung: nicht alle Details des hier beschriebenen Systems sind im UIC-Kodex 612 enthalten. Besonders bei den Zusatzkennzeichnungen gibt es einige nicht-offizielle Erweiterungen.

Nicht angetriebene Achsen (Laufachsen) werden durch arabische Ziffern bezeichnet, angetriebene Achsen erhalten lateinische Großbuchstaben.Die Anzahl und Reihenfolge der Achsen wird von vorn nach hinten angegeben. Daher ergibt sich:.

  • 1, 2, 3 … – Anzahl von Laufachsen
  • A, B, C
    • ohne Zusatz – Anzahl von gekuppelten bzw. gemeinsam angetriebenen Achsen entsprechend der Alphabet-Stelle
    • mit Zusatz o – Anzahl von einzeln angetriebenen Achsen entsprechend der Alphabet-Stelle
  •   ' – Beweglich gelagerte Achsen bzw. Achsgruppen werden durch einen Apostroph kenntlich gemacht. Oft werden die Apostrophe auch weggelassen; das kann aber zu Unklarheiten führen. (Bei einer 2D1 kann man sich sicher sein, dass sie in Wahrheit eine 2'D1' ist, bei einer 1B oder auch einer 2B1 sollte man aber sehr vorsichtig sein)
  • ( ) – mit dem Klammerzeichen werden Gruppen von Lauf- und Treibachsen zusammengefasst, die sich in einem gemeinsamen Rahmen/ Drehgestell separat von weiteren vorhandenen Achsgruppen befinden. Hinter einer Klammergruppe ist kein Apostroph nötig, obwohl man es häufig sieht: (1'C)'(C1')', richtig ist (1'C)(C1')
  • + – ein Pluszeichen markiert die Trennstelle in der Achsfolge bei betriebsmäßig ständig zusammengehörigen Einzelfahrzeugen.

Eine Dampflokomotive, die ein vorauslaufendes Drehgestell mit zwei Achsen, dahinter drei miteinander gekuppelte Treibachsen und zum Schluss eine beweglich gelagerte Laufachse hatte, war demgemäß eine 2'C1'-Lokomotive.

Dieser Einzelachsantrieb ist bei den meisten Elektrolokomotiven vorhanden.Wenn die Achsen nicht gekuppelt sind, sondern jede ihren eigenen Motor hat, schreibt man dafür ein kleines „o“. Für die Elektrolok-Baureihe 103 lautet die Achsfolge Co'Co'. Diese Lokomotive hat also.

  • zwei Drehgestelle ( ' ) …
  • … mit je drei angetriebenen Achsen (C) …
  • … die jeweils einen eigenen Fahrmotor haben (o)

Wenn in einem Drehgestell sowohl angetriebene als auch nicht angetriebene Achsen vorkommen, klammert man die Angabe zusätzlich. Sind die Einheiten nur unter Einsatz technischer Hilfsmittel trennbar, z.Triebwagen bestehen häufig aus zwar fest miteinander verbundenen, aber dennoch theoretisch trennbaren Wagen. Sind diese Einheiten im normalen Betrieb getrennt nicht sinnvoll einsetzbar, wird die Grenze zwischen zwei einzeln verfahrbaren Teilen einer Lok oder eines Triebwagens durch ein Pluszeichen kenntlich gemacht. Sind Triebwagen in einem Triebzug aber auch einzeln einsetzbar, bevorzugt man häufig die Betrachtung als einzelne Fahrzeuge. B. wenn sie sich auf gemeinsame Jakobsdrehgestelle abstützen oder „schwebende“ Mittelteile besitzen, werden sie als ganzes Fahrzeug betrachtet.

Hierzu zwei Beispiele:.

-Die Achsfolge des Neigetechnik-Triebwagens Baureihe 610 ist 2'(A1)+(1A)(A1).

  • Der Triebwagen besteht aus zwei Teilen (das Pluszeichen)
  • Im ersten Wagenteil gibt es ein Drehgestell mit zwei Laufachsen …
  • … und ein Drehgestell mit einer angetriebenen und einer nicht angetriebenen Achse.
  • Im zweiten Wagenteil finden wir zwei Drehgestelle mit je einer angetriebenen und einer nicht angetriebenen Achse.

Einige weitere Fahrzeugkombinationen führen allerdings zur selben Darstellung! Sie kann unter anderem auch ein Fahrzeug bezeichnen, bei dem zwischen zwei normalen Drehgestellwagen ein dritter Wagenkasten ohne eigene Achsen aufgehängt ist, wie es bei Straßenbahnen nicht ungewöhnlich ist. Der Triebzug besitzt an den äußeren Enden normale Drehgestelle, während sich die Wagenenden im Inneren jeweils auf ein gemeinsames Drehgestell abstützen, wobei sich bei hydraulischer Kraftübertragung die angetriebenen Achsen im Motordrehgestell befinden, während die vier Elektromotoren wegen der besseren Massenverteilung in den Jakobsdrehgestellen saßen.-Die Reichsbahn-Schnelltriebwagen der Bauart Leipzig (SVT 137 153, 154, 233, 234) hatten, je nach Antriebstechnik, die Achsfolge B'2'2'B' bzw. 2'Bo'Bo'2'.

B. Bei Triebwagen können allerdings, wie man sieht, leicht recht komplizierte Achsfolgen zustande kommen. Der „Normalfall“ in der heutigen Bahntechnik sind B(o)'B(o)' oder C(o)'C(o)'-Diesellokomotiven und Bo'Bo' oder Co'Co'-Elektrolokomotiven. Seitenverschiebbare Achsen und spezielle Anordnungen wie das Krauss-Helmholtz-Gestell lassen sich nicht darstellen, auch nicht die bei modernen Triebzügen oft verwendeten Jakobsdrehgestelle.Durch dieses System werden fast alle heute im Einsatz befindlichen Bauarten abgedeckt. Aber auch die mittlerweile auch in Deutschland eingesetzten NOHAB-Rundnasen (z. belgische „Kartoffelkäfer“) haben eine interessante Achsfolge: (A1A)(A1A), da nur vier der sechs Achsen angetrieben werden.




Übersicht modelleisenbahn - Mehr zum Thema Achsfolge (2)

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